Nachhaltiger Einsatz – GMH Gruppe

Nachhaltig in die Zukunft

Stahl ist nicht nur hochbelastbar und äußerst variabel einsetzbar. Seine Recyclingfähigkeit macht ihn zu einem wichtigen Baustein für unsere Zukunft. Insbesondere, wenn nachhaltige Produktionsmethoden zum Einsatz kommen – wie bei der GMH Gruppe.

Stahl hat eine einzigartige Eigenschaft: Er kann verlustfrei und ohne Qualitätsverlust zu 100 Prozent immer wieder recycelt werden und verbessert bei jedem Zyklus seine Umweltbilanz. So spart das Recycling von Stahl- und Eisenschrott weltweit jährlich mehr als eine Milliarde Tonnen an Primärrohstoffen wie Eisenerz und Kohle und senkt Emissionen. Auch, weil Rohstoffe nicht über lange Distanzen transportiert werden müssen. Allein in der EU vermeidet Stahlschrottrecycling jedes Jahr knapp 160 Millionen Tonnen CO2, mehr als 20 Millionen Tonnen davon in Deutschland. Deswegen setzen wir für unsere Stahlerzeugung zu 100 Prozent auf Stahlschrott. Damit spielen wir eine zentrale Rolle in der Stahl-Kreislaufwirtschaft.

Weniger Emissionen durch Elektrostahl 

Seit mehr als 25 Jahren stellen wir Stahl auf die nachhaltigste Art her, die es gibt: im Elektrolichtbogenofen. Emissionsärmer lässt sich Stahl nicht produzieren – im Vergleich zur Herstellung mittels Hochofen und Konverter entsteht fünfmal weniger CO2. Allein am Standort Georgsmarienhütte haben wir dadurch bisher 26 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Und jedes Jahr kommen rund eine Million Tonnen dazu. So tragen wir Tag für Tag dazu bei, die Emissionen unserer Branche zu senken. Nach Angaben der Deutschen Emissionshandelsstelle macht Elektrostahl 30 Prozent der Rohstahlproduktion in Deutschland aus, verursacht aber nur drei Prozent der Emissionen der Eisen- und Stahlindustrie.

Vordenken für Nachhaltigkeit

Dank intensiver Forschung bieten neue, innovative Stahlqualitäten bereits nach ihrer Produktion Eigenschaften, die ansonsten durch weitere Behandlungsschritte – etwa eine Wärmebehandlung oder Warmumformung – erzielt werden müssten. Der Wegfall dieser Produktionsschritte spart weitere Emissionen ein. Außerdem entlasten neue Stähle dank ihrer höheren Festigkeit die Umwelt zusätzlich. Denn der Materialeinsatz ist bei gleicher Leistung deutlich geringer. Im Durchschnitt sparen innovative Stähle im Einsatz sechsmal so viel CO2 ein, wie in der erforderlichen Produktion verursacht wird.

Grüner Strom für grünen Stahl

Auch wenn wir auf dem richtigen Weg sind, arbeiten wir täglich daran, unsere Emissionen noch weiter zu senken. Um nur drei Beispiele zu nennen: Die neue Entstaubungsanlage am Standort Bous ist noch effektiver und sorgt dafür, dass die gefilterte Abluft des Stahlwerks fünfmal sauberer ist, als gesetzlich gefordert. An verschiedenen Standorten speisen wir Fernwärme in das Netz ein und tragen so dazu bei, fossile Energiequellen zu schonen. Der Einsatz von Nebenprodukten wie Schlacke ersetzt Primärrohstoffe und spart ebenfalls Ressourcen. Der größte Hebel für die grüne Stahlproduktion ist aber die Energieversorgung: Sobald wir unsere Betriebe mit grünem Strom versorgen können, werden unsere Emissionen um weitere zwei Drittel zurückgehen. Die wachsende Infrastruktur für grünen Strom und Wasserstoff in Europa spielt also eine wichtige Rolle auf unserem Weg zur klimaneutralen Stahlproduktion.

Zukunftsprojekte

Denn wir denken nicht nur an morgen, sondern auch an übermorgen – und darüber hinaus. Eins unserer Zukunftsprojekte ist es, Kohle durch biogene Stoffe zu ersetzen. Statt eines fossilen Brennstoffs werden dann landwirtschaftliche Reststoffe und Reste aus der Nahrungsmittelindustrie Energie liefern. Eine Realisierung ist ab 2025 möglich. Wenn regenerativer Strom zu wettbewerbsfähigen Konditionen verfügbar ist, könnten wir ab 2035 unsere Wärme- und Wärmebehandlungsöfen von Erdgasbefeuerung auf Induktion umstellen und ab 2040 einen Wasserstoff-Elektrolyseur in Betrieb nehmen, der Wasser in Wasser- und Sauerstoff aufspaltet. Den Sauerstoff sowie einen Teil des Wasserstoffs könnten wir in eigenen Prozessen sowie für unsere Arbeitsgeräte nutzen und den restlichen Wasserstoff in ein zukünftiges flächendeckendes Wasserstoffnetz einspeisen.
 

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Ansprechpartner

Klaus Schmidtke

Leitung Unternehmenskommunikation der GMH Gruppe