Georgsmarienhütte, 05. Februar 2026
Green Power Steel für Hirschvogel
Georgsmarienhütte GmbH liefert emissionsreduzierten Stahl für Antriebskomponenten – bis zu 95 % weniger CO2-Emissionen (Scope 1 und 2)
Die Georgsmarienhütte GmbH, ein Unternehmen der GMH Gruppe, beliefert die Hirschvogel Umformtechnik GmbH mit emissionsreduziertem „Green Power Steel“ für Antriebsstranganwendungen und stärkt damit ihre langjährige strategische Partnerschaft im Wandel hin zu klimafreundlichen industriellen Wertschöpfungsketten.
Ab sofort verwendet Hirschvogel ein zunächst begrenztes Kontingent Green Power Steel von der Georgsmarienhütte zur Herstellung anspruchsvoller Komponenten für den Antriebsstrang. Green Power Steel wird in einem Lichtbogenofen unter Einsatz von 100 Prozent erneuerbarer Energie hergestellt. Im Vergleich zu konventionell hergestelltem Hochofenstahl reduziert er die CO₂-Emissionen um bis zu 95 Prozent (Scope 1 und 2). Selbst unter Berücksichtigung der Scope-3-Emissionen beträgt die Reduzierung noch bis zu 77 Prozent.
Seit 2023 stellt die Georgsmarienhütte GmbH – der größte Stahlproduzent innerhalb der GMH Gruppe – ihren Kunden für alle Stahlsorten einen Product Carbon Footprint (PCF) zur Verfügung. Die zugrunde liegende Methodik wurde vom TÜV SÜD validiert und wird auf mehr als 1.000 Stahlsorten angewendet, wodurch transparente, zuverlässige und vergleichbare CO₂-Daten für das gesamte Produktportfolio gewährleistet sind.
„Unsere Partnerschaft mit Hirschvogel zeigt, wie sich emissionsreduzierter Stahl erfolgreich in anspruchsvolle industrielle Anwendungen integrieren lässt“, sagte Frank Agel, Mitglied der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte GmbH. „Mit Green Power Steel liefern wir nicht nur ein Hochleistungsmaterial, sondern leisten auch einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung der Wertschöpfungsketten in der Automobilindustrie. Die einzigartige Kombination aus Ökostrom und TÜV-validierter CO₂-Bilanzierung setzt neue Maßstäbe in der Stahlindustrie.“
Für Hirschvogel ist der Einsatz von emissionsreduzierten Werkstoffen ein wichtiger Hebel zur Reduzierung der produktbezogenen Emissionen. „Bislang haben Werkstoffe den größten Anteil am CO₂-Fußabdruck unserer Produkte“, erklärte Dr. Christian Hinsel, verantwortlich für Nachhaltigkeit bei der Hirschvogel Group. „Durch die Verwendung von emissionsreduziertem Stahl aus Georgsmarienhütte machen wir einen wichtigen Schritt zur Dekarbonisierung unserer Komponenten – und der Fahrzeuge, in denen sie zum Einsatz kommen.“
Die Zusammenarbeit spiegelt einen umfassenderen Wandel in der Automobil- und Zulieferindustrie wider, der durch Klimaziele, gesetzliche Anforderungen und steigende Kundenerwartungen an emissionsreduzierte Produkte vorangetrieben wird.
Über die GMH Gruppe
Die GMH Gruppe ist ein Komplettanbieter von Stahl als Vormaterial, erschmolzen aus Schrott, bis hin zu montagefertigen Komponenten. Sie ist eines der größten in Privatbesitz befindlichen metallverarbeitenden Unternehmen Europas. Zur Gruppe gehören mehr als 15 mittelständische Produktionsunternehmen der Stahl-, Schmiede- und Gussindustrie, die in mehr als 50 Ländern vertreten sind. Mit rund 6.000 Mitarbeitern erwirtschaftet die GMH Gruppe einen Jahresumsatz von rund zwei Milliarden Euro.
Die GMH Gruppe ist ein Vorreiter in der nachhaltigen Stahlproduktion und wurde in den „Verband der Klimaschutzunternehmen“ aufgenommen. Basierend auf dem Recycling von Metallschrott produziert das Unternehmen grünen Stahl und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Der Einsatz von Elektrolichtbogenöfen an vier Standorten reduziert die CO2-Emissionen um das Fünffache im Vergleich zu herkömmlichen Hochöfen. Dadurch verringert sich auch der CO2-Fußabdruck der von GMH belieferten Kunden. Zu diesen zählen weltweit Unternehmen aus der Automobilindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Bahntechnik, der Energieerzeugung, der Transportlogistik sowie aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Landwirtschaft und Baumaschinen. Die GMH Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2039 vollständig klimaneutral zu sein. Weitere Informationen auf www.gmh-gruppe.de
Über die Georgsmarienhütte GmbH
Die Georgsmarienhütte GmbH aus Georgsmarienhütte in Niedersachsen zählt zu den führenden europäischen Anbietern für Rohstahl, Stabstahl und Blankstahl aus Qualitäts- und Edelbaustählen. Darüber hinaus werden angearbeitete und teils einbaufertige Komponenten gefertigt. Bereits heute zählt die Georgsmarienhütte zu den klimafreundlichsten Stahlunternehmen Deutschlands. Mit ihrer vergleichsweise CO₂-armen Wertschöpfungskette, bei der Schrott im Elektrolichtbogenofen einge-schmolzen und zu neuem Stahl recycelt wird, leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und ist Vorreiter bei der nachhaltigen Stahlproduktion. Die von Georgsmarienhütte angewandte Methodik für die Berechnung des Product Carbon Footprint (PCF) wurde von TÜV SÜD validiert und wird inzwischen für mehr als tausend Stahlvarianten verwendet.
Neben der Automobilindustrie und ihren Zulieferern werden Kunden insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau sowie der Energiewirtschaft bedient. Stahl aus Georgsmarienhütte wird überall dort eingesetzt, wo die Belastung am größten ist, wo Kraft erzeugt oder übertragen wird und wo es auf sicheren und verschleißfesten Betrieb ankommt. www.gmh.de
Für Rückfragen
GMH Gruppe
Luciana Filizzola
Director Sustainability and Communications