Stahlwerk Bous: neue Filteranlage

Umweltschonend, technisch auf dem neuesten Stand

Die Stahlproduktion steigern und gleichzeitig die Umwelt schonen – die neue Entstaubungsanlage der Stahlwerk Bous GmbH ist ein wegweisender Schritt in Richtung Zukunft: Die gefilterte Abluft des Stahlwerks ist jetzt fünfmal sauberer als gesetzlich gefordert. Auch die Produktion im Bouser Drehstrom-Lichtbogenofen bekommt mit ihr noch einmal deutlich „Luft nach oben“.

Die neue Filteranlage der Stahlwerk Bous GmbH zeigt, dass hochwertige Stähle made in Germany auch möglichst umweltschonend hergestellt werden können. Die Luft wird durch die neue Entstaubungsanlage aufwendig gefiltert, sodass der Staubanteil der Abluft bei nur noch 1 Milligramm pro Kubikmeter liegt. Gesetzlich gefordert sind 5 Milligramm pro Kubikmeter. 

Bei einer Leistung von 1,3 Millionen Kubikmetern pro Stunde, die von der Anlage im Betrieb bewältigt werden können, ist die neue Technik ein enormer Fortschritt. Davon profitiert nicht nur die Umwelt: Die Leistung übertrifft die der alten Anlage (560.000 Kubikmeter pro Stunde) deutlich. Dadurch kann die Stahlproduktion weiter gesteigert werden. Derzeit produziert das Stahlwerk Bous, ein Unternehmen der GMH Gruppe, bis zu 70 Tonnen Stahl pro Schmelzvorgang. 

Vorteile der neuen Anlage:

  • 5-mal weniger Staub in der Abluft als gesetzlich vorgeschrieben 
  • Höhere Leistung in der Stahlproduktion möglich 
  • Ökonomische und ökologische Stärkung des Standortes Bous 

Neue Technik mit vielen Vorzügen

Das Konzept der Filteranlage ist zukunftsweisend. Aufgrund der Art und Weise der Ausführung zählt die Anlage zu den derzeit modernsten der Welt. Schadstoffe werden beispielsweise durch Verbrennung der Ofengase in einer Nachbrennkammer vollständig zerstört. Anschließend wird das Gas schlagartig mit kalter Luft vermischt („Quenchung“). 

Diese optimale, umweltschonende Entnahme und Zusammenführung der Gase wurde von Experten zuvor mit einer umfassenden CFD-Simulation ermittelt. Die strömungsoptimierte Gasführung garantiert zusätzlich einen extrem niedrigen Druckverlust und sorgt so für niedrigste Energieverbräuche der Ventilatoren. 

 

5- 5-

Mal

sauberer als gesetzlich gefordert: die aufwendig gefilterte Abluft in Bous.

Rundum erneuerte Konstruktion

Auch unmittelbar profitiert der Standort Bous von der neuen Anlage. Nicht nur, weil die Investition in niedriger zweistelliger Millionenhöhe in der Region ein klares Zeichen für die Zukunftsfähigkeit des Stahlwerks Bous setzt. Die höhere Absaugleistung der Filteranlage sorgt für besseres Klima am Arbeitsplatz. Die mit der abgesaugten Luft gewonnene Wärme wird für die betriebliche Fernwärme genutzt. Und weil das Filterhaus aus Fertigbetonelementen gebaut wurde, wird der Filterungsprozess akustisch nach außen und thermisch nach innen isoliert.

Um die bestmögliche Lösung realisieren zu können, wurden von der Stahlwerk Bous GmbH einige technische Herausforderungen gemeistert. Für die Aufnahme der größeren Haube über dem Ofen und der enormen Abluftleitungen mit bis zu 4,3 Meter Durchmesser musste ein ausgefeiltes Statistikkonzept entwickelt werden. Eine 50 Meter lange und bis zu 20 Meter breite Stahlbrücke trägt nun die Lasten der neuen Anlage – ein echtes Schwergewicht in Sachen zukunftsfähiger Stahlproduktion.

Anlage im Betrieb: aktuelle Werte

Die Mittelwerte der Filteranlage werden täglich auf den Webseiten der Stahlwerk Bous GmbH veröffentlicht. Sie sind für jeden einsehbar.

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Ansprechpartner

Marcus Wolf

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Georgsmarienhütte GmbH