Initiative Massiver Leichtbau

1.917 Ideen und 358 kg Potenzial

Schweres leichter zu machen ist etwas, das uns täglich antreibt. Das gilt besonders für hochfeste Stähle in der Automobilindustrie. Gemeinsam mit zahlreichen Projektpartnern haben wir in der „Initiative Massiver Leichtbau“ enormes Potenzial zur Gewichtsreduzierung aufgedeckt – ein wichtiger Schritt Richtung Zukunft.

Das Gewicht von Fahrzeugen zu reduzieren, zählt zu den vielleicht wichtigsten Herausforderungen für die Mobilität der Zukunft. Werden massivumgeformte Bauteile und weitere Komponenten leichter, trägt diese Gewichtsreduzierung wesentlich zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei.

In einer branchenübergreifenden Kooperation von Herstellern und Komponentenlieferanten wurde erstmalig entlang der gesamten Prozesskette für Antriebsstrang und Fahrwerk von Fahrzeugen das Leichtbaupotenzial für Pkw und Nutzfahrzeuge ermittelt. Die Ergebnisse der „Initiative Massiver Leichtbau“, phasenweise über fünf Jahre gesammelt, zeigen, dass Fahrzeuggewichte mit Stahl deutlich reduziert werden können.

Weniger Gewicht, mehr Effizienz:

  • geringere CO2-Emissionen
  • weniger Kraftstoffverbrauch
  • besserer Ressourceneinsatz
  • höhere Zuladungsmöglichkeiten

Phase I: Leichtbau bei Pkw

3.500 analysierte Bauteile aus Antriebsstrang, Fahrwerk und weiteren Komponenten, 65 Experten aus 30 Unternehmen und Forschungsgesellschaften – das Resultat: Für das untersuchte Referenzfahrzeug, einen Pkw mit einer Gesamtmasse von 1.740 kg, wurden 399 Leichtbauideen mit einem Einsparpotenzial von 42 kg entwickelt. Rund ein Drittel davon ließe sich dabei durch alternative Werkstoffe realisieren, ein Großteil des Leichtbaupotenzials steckt in der Optimierung massivumgeformter Komponenten.

5 5

Jahre

forschten Unternehmen wie die Georgsmarienhütte GmbH gemeinsam nach neuen Leichtbau-Lösungen für die Automobilindustrie.

Phase II: leichte Nutzfahrzeuge

Wenn 17 Umformunternehmen, 10 Stahlhersteller und ein Ingenieurdienstleister Bauteile und hier besonders neue Werkstoffe im Antriebsstrang und Fahrwerk unter die Lupe nehmen, kommt das heraus: 535 Leichtbau-Ideen, mit denen 99 kg bei leichten Nutzfahrzeugen eingespart werden können. Konstruktiv, stofflich, in der Fertigung oder mithilfe neuer Konzepte: In Motor, Getriebe, weiterem Antriebsstrang und Fahrwerk steckt vielfältiges Potenzial, das sich dank der Vielfalt hochfester Stähle heben lässt.

Die Initiative im Bewegtbild

Was die Unternehmen der Stahlbranche und der Branche der Massivumformung antrieb – Hintergründe zum Engagement.

Zum Film

Phase III: Hybrid-Pkw und Lkw

In einer dritten Phase (Massiver Leichtbau III) analysierten 39 Kooperationspartner Fahrwerk, Antriebsstrang und Getriebe eines Hybrid-Pkw sowie eines schweren Nutzfahrzeugs. Was mit Stahl und Massivumformung möglich ist, zeigen die Ergebnisse nach dem Workshop Ende Januar 2018 eindrucksvoll. Die Sprecher der Initiative, Dr. Hans-Willi Raedt (von der Hirschvogel Automotive Group für die Massivumformer) und Dr. Thomas Wurm (von der Georgsmarienhütte GmbH für die Stahlbranche), konnten insgesamt 983 Ideen präsentieren. Sie verringern das Gewicht des hybridisierten Allrad-SUV um 93 kg, das des schweren Lkw sogar um 124 kg.

Initiative Massiver Leichtbau: Fazit

Ob neue Stahlwerkstoffe, Bauteilkonstruktionen oder Fertigungsmethoden, auch im Antriebsstrang von Pkw und Lkw steckt enormes Leichtbaupotenzial. Motor, Getriebe, Radlagerungen könnten so schon bald noch leichter werden, bei gleichzeitig höchster Lebensdauer der massivumgeformten Stahlbauteile und Komponenten. Jetzt kommt es auch auf Entwickler, Einkäufer und Konstrukteure an.

„Die Initiative möchte den Austausch über Leichtbau entlang der kompletten Lieferkette Stahlherstellung, Massivumformung, Komponentenherstellung bis hin zum Einsatz im Automobil befördern und neue Leichtbaulösungen auf Basis der Massivumformung in die Anwendung bringen“, erläutert Dr. Hans-Willi Raedt, Sprecher der Initiative für die Massivumformer.

Weiterführende Informationen zu dem Thema Leichtbau finden Sie im Fachartikel der Fachzeitschrift ATZ, Ausgabe 4/2019.

Fragen zu unseren Technologien? Jetzt GMH Kompetenzcenter kontaktieren.

Vielen Dank!

Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden!

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Bitte versuchen Sie es später erneut.

* = Pflichtfeld

Ansprechpartner

Marcus Wolf

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Georgsmarienhütte GmbH