Auf den Zukunftsmärkten gefragt

Die richtigen Antworten

Experten schätzen, dass in Zukunft 70 Prozent der Menschen in urbanen Ballungsräumen mit mehr als 10 Millionen Einwohnern leben. Bei der Lösung der daraus resultierenden Herausforderungen in den Bereichen Verkehr, Wohnen und Mobilität sind Innovationen aus Stahl unverzichtbar.

Stahl ist nicht nur ein moderner Werkstoff, er ist auch der Werkstoff für den Klimaschutz. Bis 2020 sollen die Treibhausgas-Emissionen sinken – um 40 Prozent im Vergleich zu 1990. Zudem soll bis dahin der Anteil der erneuerbaren Energien mindestens 35 Prozent am Bruttostromverbrauch betragen. Ohne den Werkstoff Stahl lassen sich diese Vorgaben nicht realisieren.

Effizienz in der Automobilindustrie

Hier zeigt sich einmal mehr: Stahl ist ein Effizienztreiber. Hochfeste Stähle – eine Errungenschaft der letzten Jahre und der Werkstoff mit der höchsten Wachstumsrate im Automobil – ermöglichen es, Fahrzeuge so zu bauen, dass diese immer leichter werden, verbrauchseffizienter sind und außerdem längere Laufzeiten erreichen. Bis 2030 wird der prozentuale Anteil an hochfesten Stählen im Auto von 13 auf 38 Prozent steigen. Bereits heute lassen sich signifikante Gewichtseinsparungen erzielen, die den CO2-Ausstoß verringern. So hat etwa unser Stahlwerk in Georgsmarienhütte in Zusammenarbeit mit einem großen deutschen Automobilzulieferer den Stahl 16MnCrV7-7 entwickelt. Die Ressourcen- und Kosteneffizienz dieses Stahls zeigt sich darin, dass dieser ohne knappe Legierungselemente eingestellt wurde. Durch den Einsatz hochfester Werkstoffe wie 16MnCrV7-7 ist es aktuell möglich, den Einspritzdruck auf bis zu 2500 bar zu erhöhen. Durch diese hohen Drücke wird der Kraftstoff sehr fein zerstäubt, wodurch der Verbrennungsprozess optimiert und die Partikelemission reduziert wird. Unser nächstes Entwicklungsziel ist es, die weitere Optimierung von 16MnCrV7-7 um Drücke bis zu 3000 bar zu realisieren.

Innovationen sichern die Zukunft

Intelligente Ideen für Werkstoffinnovationen generieren wir auf verschiedene Art und Weise: zum Beispiel aus dem laufenden Prozess heraus, durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden und durch unsere Beteiligungen an Forschungsprojekten und Thinktanks. Die entscheidende Argumentation für unsere Stahlindustrie ist aber unser Anspruch „Enabler“, also Möglichmacher zu sein. Unser Ausgangspunkt sind die Fragen: Was fordert der Markt, was braucht unser Kunde? Wir sind überzeugt: Ohne die richtigen Antworten auf diese Kernfragen laufen Innovationen ins Leere. Mit anderen Worten: Ohne wirtschaftlichen Nutzen gibt es keine Innovationen. Als GMH Gruppe nutzen wir so auch die Möglichkeiten der Klimapolitik auf nationaler und internationaler Ebene. Sie ist nicht nur notwendig – Klimapolitik bietet unserer Industrie auch beste Zukunftschancen.