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Additive vs. konventionelle Fertigung

24. Juli 2019. Die Additive Fertigung ist eines der innovativen Trendthemen der letzten Jahre. Das Marktwachstum liegt um die 15 Prozent (je nach Branche) pro Jahr.

Und die Umsätze der größten notierten Hersteller stiegen ebenfalls – etwa um das 10-Fache seit 2009. Aktuell geht man davon aus, dass jedes dritte Industrieunternehmen diese Technologie bereits intern nutzt. Die Technologie hat sich längst einen Platz neben den herkömmlichen Verfahren wie Drehen, Fräsen, Bohren oder Schleifen gesichert. Den Begriff 3-D-Druck kennen viele – wie sich das Verfahren von konventionellen unterscheidet, wissen allerdings nur wenige. Der Hauptunterschied ist: Material wird nicht von einem Basiskörper entfernt (Fachbegriff: subtraktiv), sondern hinzugefügt (Fachbegriff: additiv oder generativ). Heute kann dieses Verfahren bereits mit einer ganzen Reihe unterschiedlicher Materialien genutzt werden.

Ausgangsstoffe sind entweder sogenannte Filamente oder Pulver für Kunststoffe sowie Pulver und Draht für die Herstellung metallischer Formteile (für die GMH Gruppe sind Kunststoffe, Metalle und Sand für den Formenbau im Gießereiwesen besonders interessant). Welchen großen Vorteil hat das Verfahren? Man kann jegliche Komponente in kürzester Zeit und ohne formgebendes Werkzeug erzeugen. Grundlage dafür ist ein Datensatz (weswegen oft der Begriff „digital“ ins Spiel kommt, d. h. auf Basis von reinen Computerdaten). Grenzen setzt häufig die Bauraumgröße des Druckers. 

Abhängig von der Positionierung im Bauraum kann der Schrottanteil gegen Null tendieren – weil der Rohstoff nur dort aufgetragen wird, wo er auch wirklich benötigt wird.